Was wird durch das Verfahren gemessen?
Der Test Intelligenz-Basis-Faktoren ist ein Verfahren zur differenzierten Diagnose von Begabungsschwerpunkten im Bereich der intellektuellen Leistungsfähigkeit. Gemessen werden sprach- und zahlengebundene kognitive Funktionen, das räumliche Vorstellungsvermögen sowie die Merkfähigkeit. Durch seine beiden Versionen IBF-L (leicht) und IBF-S (schwer) wird die Bearbeitungszeit minimiert bei gleichzeitiger Maximierung der Differenzierungsfähigkeit, was zu einer deutlichen Steigerung der Testeffizienz gegenüber vergleichbaren Verfahren führt. Die Normstichprobe ist sehr umfangreich (N = 31.180) und erstreckt sich über eine breite Altersspanne (von 14 bis 60+ Jahre).
Die Hauptanwendungsbereiche des IBF liegen in der Personalauswahl, der Personalplatzierung, der Berufsberatung und der Schullaufbahnberatung.
Wie ist der Test konzipiert?
Die beiden Tests IBF-L und IBF-S bestehen aus jeweils sieben Untertests (mit je 12 Aufgaben): drei sprachliche, zwei mathematisch-numerische, einer für das räumliche Vorstellungsvermögen und ein Gedächtnistest. Die Frage, ob die leichte oder die schwere Testversion eingesetzt werden soll, richtet sich in erster Linie nach dem Alter und dem Bildungsniveau der zu untersuchenden Personen.
Was zeichnet den IBF besonders aus?
Die Aufgabenhefte sind wieder verwendbar. Die Lösungen der Testaufgaben werden auf einem separaten Durchschreibeantwortbogen markiert. Dieser enthält den Lösungsschlüssel, so dass die Testergebnisse sehr einfach und zeitökonomisch ausgewertet werden können.
Kurz und knapp
Der IBF kann in Einzel- oder Gruppenuntersuchungen bei Personen von 14 bis über 60 Jahren eingesetzt werden. Die reine Testzeit beträgt beim IBF-L 56 Minuten (mit Anweisungen etwa 70 Minuten), beim IBF-S 46 Minuten (mit Anweisungen etwa 60 Minuten). Die Gesamtnormstichprobe ist repräsentativ im Hinblick auf Schulbildung und Geschlecht und hat beim IBF-S einen Umfang von N = 21.421, beim IBF-S von N = 9.759 Personen. Für jede von fünf Altersgruppen (14-19, 20-29, 30-39, 40-49, ≥50 Jahre) existieren bildungsspezifische Vergleichswerte (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) in Form von Prozenträngen und T-Werten, inklusive des 95%-T-Bandes.
Die Reliabilität (Spearman-Brown mit Korrektur) liegt für die Untertests des IBF-L im Bereich von 0.73 bis 0.91, für den Gesamttest bei .95; für die Untertests des IBF-S im Bereich von .69 bis .87, für den Gesamttest bei .94. Die Validität des Verfahrens konnte in umfangreichen Untersuchungen bestätigt werden. Faktorenanalysen lieferten für beide Testversionen vier Faktoren, die den vier Konstruktdimensionen entsprechen und jeweils über 80% der Varianz aufklären. Die konvergente und diskriminante Validität wurde mit Hilfe der Tests FRT, LPT, BK-G, Mathematiktest, RST-NRR, WST, DET, EET, KT, FAIR und INKA untersucht und bestätigt.
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