Was wird durch das Verfahren gemessen?
Mathematische Grundfertigkeiten werden heute in allen Berufen vorausgesetzt, ob es sich um gewerbliche, kaufmännische, technische oder soziale Berufe handelt. Gerade in den Bereichen der Berufsausbildung oder im Bereich von Umschulungen, Weiterbildungen, Qualifizierungen wird erwartet, dass die Grundfertigkeiten, die in der Schullaufbahn vermittelt wurden, in der beruflichen Arbeit angewendet werden können. Dies ist aber häufig nicht der Fall. Um die Diskrepanz der erwarteten und der tatsächlichen Leistung zuverlässig überprüfen zu können, wurde der Mathematiktest entwickelt. Ausgangspunkt für die Testentwicklung war die Analyse der curricularen Anforderungen der sechsten, siebten, achten und neunten Klassen allgemein bildender Schulen.
Wie ist der Test konzipiert?
Der Mathematiktest ist in vier Aufgabengruppen gegliedert:
Teil A: Textfreie Aufgaben
Teil B: Textaufgaben
Teil C: Geometrieaufgaben
Teil D: Aufgaben zum Tabellen- und Grafikverständnis
Alle Aufgaben haben ein offenes Antwortformat.
Der Mathematiktest kann in Einzel- oder Gruppenuntersuchungen bei Personen von 14 bis über 60 Jahren eingesetzt werden. Er liegt in den Parallelformen A und B vor. Die Bearbeitungszeit beträgt jeweils 62 Minuten.
Kurz und knapp
Die Normstichprobe hat einen Umfang von N = 15.176 Personen. Es werden Prozentrangnormen und T-Werte für Jugendliche (14 bis 19 Jahre) und Erwachsene (20 bis 60+ Jahre) getrennt nach Bildungsgruppen (Hauptschule, Realschule und Gymnasium) und für die Gesamtstichprobe angegeben.
Die Überprüfung der Reliabilität des Mathematiktests erfolgte in einer Vielzahl von Untersuchungen: Cronbachs Alpha – Testform A .95 (N = 2.659), Testform B .95 (N = 2.420); Parallel-Test-Reliabilität – Testwiederholung für den Gesamttest nach 5 Monaten .90 (N = 73).
Die inhaltliche Validität ist durch die Übereinstimmung der Testinhalte mit den curricularen Anforderungen im Fach Mathematik gegeben. Untersuchungen zur inneren kriterienbezogenen Validität ergaben erwartungskonforme konvergente und diskriminante Validitätskoeffizienten mit u. a. folgenden Testverfahren: ISA, FRT, LPT, RST-NRR, Wortschatztest, INKA und FAIR.
Bei der äußeren kriterienbezogenen Validität zeigte sich ein erwartungsgemäßer korrelativer Zusammenhang zwischen der Mathematiktestleistung und der Schulnote im Fach Mathematik. Eine faktorenanalytische Konstruktvalidierung zusammen mit RST, FRT, ISA-L und FAIR zeigte ein erwartungskonformes Ergebnis.
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